Sonntag, 16. September 2012

Ein schöner Herbst-Sonntag


Vormittags ging es mit meinem Speed-Drahtesel los Richtung Ainringer Moor.
September ist der Monat, in dem man sich immer fragen muss:
Stickjacke, Wintermantel oder doch Bikini?
Durch die klare Luft waren die Temperaturen doch etwas herbstlich kühl...
aber dieses Mal konnte der Wintermantel sich noch im Keller verstecken.


Am Moor angekommen, ging`s sofort los... Rundweg und einfach abschalten...


Obwohl ich keine Olympia-Laufschuhe an hatte,
marschierte ich fast 2 Stunden auf flottem Fuße herum.



Zum Glück war es nicht Nacht, dunkel und unheimlich...,
denn ich begegnete niemand, war in dieser wunderschönen natürlichen Moorlandschaft ganz für mich alleine. Gut so, denn so konnte ich die Natur, mit ihren Spinnnetzen am Boden ganz unbeschadet beobachten...



Ist doch komisch: Zu Hause nisten die Spinnen in jeder Ecke, Balkon- oder Fensternische. 
Doch warum spinnen sie hier ihre Netze am Boden?
Ist der Beuteertrag im Moor am Boden mehr?
Oder haben diese Spinnen vielleicht Höhenangst???


Des weiteren konnte ich viele Pilze entdecken... In jeglicher Form und Farbe.
Da bekommt man fast Hunger und Lust auf Knödel mit Pilzsauce.
So lecker sie auch aussehen, ich ließ sie lieber unangetastet denn:
a) ich habe kein Wissen über Pilze, und bevor ich einen 
falschen nach Hause bringe und 14 Tage mit den übelsten 
Vergiftungserscheinungen im Bett liege, da bleibe ich lieber 
auf der sicheren Seite und kaufe sie mir im Supermarkt...
b) Darf man im Naturschutzgebiet überhaupt Pilze pflücken?


Im Moorwasser tummelten sich trotz mittlerweilen kalter Temperaturen viele Vögel... 
Es war der reinste Ententanz :-) Vögel kennen anscheinend keine Sonntagsruhe. 
Ihre Vogelstimmen und das ständige auf und ab vom und ins Wasser 
haben die sonst unheimliche Ruhe ziemlich aufgehellt.
Es schaut so aus, als würden sie sich hier “Tschüss “und “Auf Wiedersehen “ 
sagen bis nächstes Jahr, bevor sie in Gruppen für paar Monate aus dem 
Sommer-Zuhause verreisen um keine Frostbeulen ab zu bekommen.


*

Normalerweise fährt im Moor eine Torfbahn, da ich aber der einzige Besucher war 
und somit kein Gewinn zu erzielen war, blieb sie in ihrer Garage stehen...


Doch am liebsten hätte ich die Torfbahn aus ihrem "Bett" geholt
oder mich an ein Auto angehängt… - mein Fahrradreifen
hatte seine Luft verloren...
Pfffffffffttt

Wanderstock in die Hand und los ging es nochmal 45 Minuten Fußmarsch 
um ohne auf meinen geliebten Drahtesel nach Hause zu kommen.
Doch wie Enden die Märchengeschichten immer: ALLES wird gut!


Einen schönen Wochenstart wünscht Euch
WaltraudD

1 Kommentar:

  1. Toll geschrieben und ich kann es richtig miterleben :)

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